Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Zum 10. Mai soll das seit längerem angekündigte neue kulturpolitische Konzept der EU-Kommission veröffentlicht werden. Wie zu hören ist, ist die Generaldirektion Erziehung und Kultur mit ihren Vorstellungen über die Neuausrichtung der EU-Kulturpolitik zwar auf Widerstände aus anderen Generaldirektionen gestoßen, doch soll es erstmals zu einer breiteren „wirklichen“ kulturpolitischen Debatte gekommen sein. Mit dem neuen Plan sollen u.a. eine Verbesserung des Dialogs mit dem Kulturellen Sektor und mehr Raum für die Koordination auf Ebene der Mitgliedsstaaten geschaffen werden. Auch das „UNESCO-Übereinkommen über Schutz und Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ ist im Spiel: durch seine Ratifizierung ist es Teil des innereuropäischen Rechts und damit rechtlich bindend geworden. Mehr hier
Mehr als ein interessantes Event
Die zukünftigen Kulturhauptstädte Europas setzen erstmals auf eine gemeinsame Zielvorstellung. Liverpool und Stavanger (2008), Linz und Vilnius (2009), Ruhr, Pécs, Istanbul (2010), Turku und Tallinn (2011) plädieren für Nachhaltigkeit und sehen im Projekt „Kulturhauptstadt“ mehr als ein interessantes Event. Ihre gemeinsame Erklärung finden Sie hier
Nach dem Scheitern der europäischen Verfassung hat die Kultur und damit die Rolle der Kulturhauptstädte Europas an Bedeutung gewonnen, meint Hanns-Dietrich Schmidt, Botschafter der Kulturhauptstadt Ruhr 2010: „Die Idee der europäischen Kulturhauptstadt und ihre Reformierung gewinnen dabei immens an Bedeutung: erstmals in diesem Jahr werden jeweils zwei Städte aus den alten und den neuen Mitgliedsländern nominiert. Außerdem hat die Europäische Kommission die EU-Grenzen zu einem europäischen Kulturraum geöffnet. Jetzt können sich auch „Randstädte“ wie Stavanger, Istanbul oder Kiew als Kulturhauptstadt Europas bewerben.“ Mehr hier
Europas Seele ist die Kultur, deren Vielfalt der Reichtum der Europäer, meint Volker Hassemer, Sprecher der Initiative „Europa eine Seele geben“: „Wir sagen mit ‚Europa eine Seele geben’, dass die europäische Kultur Europa als Ganzes charakterisiert. Und die Charakterisierung dieser europäischen Kultur wiederum liegt u.a. in ihrer Vielfalt: dass nämlich dieses gemeinsame Europa über den Reichtum sehr unterschiedlicher - und jeder für sich interessanter - kultureller Erscheinungs- und Ausdruckformen verfügt.“ Mehr hier
Fernsehen ohne Grenzen
Als 1989 die EU-Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“ verabschiedet wurde, zählte man in der gesamten Europäischen Union etwa 100 Fernsehkanäle. Heute sind es mehr als 1000. Hinzu kommen die weltweiten Programm-Einstrahlungen via Satellit von jenseits Europas. Zur Globalisierung des Rundfunks gehören Angebote von CNN oder BBC World, Deutsche Welle oder Al Jazeera. Ob es vor diesem Hintergrund überhaupt noch möglich ist, sinnvolle Regelungen vorzunehmen, „um die eigenen kulturellen und juristischen Normen aufrecht zu erhalten“, ist mehr als offen. Mehr hier
Menschen in Europa ...
Monika Griefahn MdB, Sprecherin der Arbeitsgruppe für Kultur und Medien der SPD-Fraktion, und Siegmund Ehrmann MdB, Sprecher der Enquete-Kommission Kultur in Deutschland, freuen sich über den besonderen Stellenwert des Jazz. Aleida Assmann, Literaturwissenschaftlerin, erklärt, warum die Geschichte nie endet und Virginia Woolf mit ihrem Satz irrt, dass Vergangenheit das ist, „was ein für alle mal dem Zugriff und der Kontrolle der Lebenden entzogen ist“. Mehr hier
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