Newsletter #21

07. September 2007

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Vormerken: 2008 ist das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs – 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung.

Lawrence Weschler, Essayist und Kunsthistoriker, erzählt ein letztes Märchen: „Zitternd, stumm mühte sich Scheherazade um Inspiration. Es kam keine. Des Sultans Besorgnis wich Groll und schließlich tobender Wut. Noch immer nichts. Endlich, am Ende ihrer Kräfte, brach es aus Scheherazade heraus: ihre eigene Geschichte: die eines jungen Mädchens, aussichtslos gefangen, verzweifelt sich sehnend nach Erlösung durch eine längst verloren geglaubte Liebe. In der Ferne waren Explosionen zu hören, und Flammen leckten am Horizont, doch nahtlos wob Scheherazade selbst diese in ihre Geschichte. Boten kamen in den Palast geprescht, alle mit dringenden Meldungen. In seiner Versunkenheit schickte der Sultan sie weg: Es grenzte ans Wunderbare, wie dieses Mädchen solch lebensechte Geschichten spinnen konnte. Immer weiter entfaltete Scheherazade die Geschichte ihrer eigenen Befreiung. So sehr war der Sultan in ihren Bann geschlagen, dass er, noch als Alkazar und seine Truppen in die königlichen Gemächer stürmten, noch als sie den Despoten in schwere Eisen legten und in seinem Delirium fortzerrten, weiterhin vermeinte, inmitten einer unbeschreiblich phantastischen Geschichte zu sein.“

Jeder Dritte ein Kreativer

Nach repräsentativen Erhebungen in acht europäischen Staaten sind dort rund 38 % der Beschäftigten oder 16 % der Gesamtbevölkerung in der Kreativ/Kulturwirtschaft tätig. Zur Kreativen Klasse gehören danach in absoluten Zahlen rund 26,33 Millionen Menschen. Beim Vergleich der nationalen Daten liegen die Niederlande vor der Schweiz und Großbritannien auf Platz 1. Die Analyse folgt im wesentlichen dem Ansatz des amerikanischen Soziologen Richard Florida, der die Kreative Klasse als die Schlüsselgruppe für die urbane und regionale Entwicklung ausmachte. Mehr hier[Internal]

Im Gespräch: Michael Söndermann

Wer von den Creative Industries und der Creative Class spricht, sollte die Kulturwirtschaft nicht verschweigen, meint der Kulturstatistiker Michael Söndermann: „Bei der Kulturwirtschaft steht wesentlich die „kulturelle Produktion“ im Mittelpunkt, dieser Bereich ist enger gefasst als die „kreative Produktion“. Mehr hier[Internal]

Muslime in Europa

In vielen deutschen Städten tobt derzeit ein Kulturkampf, weil eine muslimische Minderheit eine Moschee bauen will. In Deutschland gewinnt „Religion“ offensichtlich dann an Gewicht, wenn es um Weltanschauungen von „Fremden“ und Minderheiten geht und dabei Ängste mobilisiert werden können. Was denken Muslime in Europa über ihre Situation? Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Flora Carrijn, Präsidentin des University Network of the European Capitals of Culture (UNeECC) lädt die Mitglieder des Netzwerks zur Jahreskonferenz unter dem Motto „Town and Gown“. Carlo Bernasconi sorgt sich um die Zukunft der neuen Buchpreisbindung in der Schweiz. Olaf Schwencke hofft auf einen Fortgang des Paradigmenwechsels, der sich mit der „Mitteilung zur kulturellen Dimension der EU“ der EU-Kommission abzeichnet. Mehr hier[Internal]

Hanging around/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier[Internal]   

 

 

 

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