Newsletter #26

06. Dezember 2007

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Vormerken: 2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung !

„Solange sich nicht im Rahmen der nationalen Öffentlichkeiten das übliche Spektrum der Meinungsbildung um einschlägige Themen erweitert und solange sich die nationalen Öffentlichkeiten bei europäischen Themen nicht füreinander offen halten, können die Bürger von einer formal gestärkten Stellung des Parlaments selbst keinen Gebrauch machen.“, analysiert der Philosoph und Sozialwissenschaftler Jürgen Habermas den aktuellen Reformdiskurs in der Europäischen Union. „Auch das zweite politische Ziel, das mit der europäischen Verfassung intendiert war, ist gescheitert. Das pikierte Schweigen der Regierungen über die Zukunft Europas verdeckt den tiefen Zielkonflikt, der den gelähmten Zustand der Union erst erklärt. Den „Herren der Verträge“ ist klar, dass sie weder in der Frage der definierten Grenzen der Union noch in der Frage, welche Kompetenzen der EU in Hinblick auf gemeinsame Politiken übertragen werden sollen, weiterkommen.“

Strukturierter Dialog

Im November 2007 hat der Rat der Kulturminister die „Europäische Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung“ endgültig adaptiert und damit ist eine weitere Etappe des kulturpolitischen Europa-Diskurses eröffnet. Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung legen jetzt einen Vorschlag für den „strukturierten Dialog“ zur Kulturpolitik für Europa vor, den Kommission und Rat für den kulturellen Sektor einfordern. Das Papier stützt sich wesentlich auf Handlungsempfehlungen, die im Rahmen des Vierten Kulturpolitischen Bundeskongress „kultur.macht.europa – europa.macht.kultur“ entwickelt wurden. Mehr hier[Internal]

Baustelle Europa

Europa sieht Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier noch nicht in der Sackgasse, Philosoph Jürgen Habermas übt dagegen harte Kritik an Zustand des Projektes Europa. Bei einer Diskussion in Berlin plädierte Habermas für eine grundsätzliche Wende und argumentierte vor allem politisch, der Politiker übte sich in eher pragmatischem Lob des bisher trotz vieler Widerstände Erreichten und bedauerte das Fehlen einer europäischen Öffentlichkeit. Einig war man sich jedenfalls, dass „Europa“ von der Politik allein nicht zu bewerkstelligen sei und auch eine europäische Verfassung kaum für mehr „wirklich europäische“ Kommunikation gesorgt hätte. Mehr hier[Internal]

Cinema digital

Ins Kino gehen alle Europäer gern. Es steht deshalb europaweit auf Platz 1 der kulturellen Freizeitvergnügen. Doch im Kino wird sich nächstes Jahr einiges ändern, auch wenn der Zuschauer das nicht unbedingt merken wird. Hollywood hat 2008 zum „Schlüsseljahr für den digitalen Roll-out“, der digitalen Umrüstung der Kinos weltweit, ausgerufen. Die Europa Cinemas stehen dem noch skeptisch gegenüber. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Barbara Gessler, Volker Hassemer und andere Experten diskutierten am 16. Oktober vergangenen Jahres das Thema Europa – der Blick zurück zeigt, was sich seitdem getan hat. Lisa Fluck und Urban Lissmann untersuchen das Thema Bildung empirisch. Nach den Untersuchungen von Jens Beckert und Mark Lutter kann Lotteriespielen als „Baugenehmigung für Luftschlösser“ betrachtet werden. Frank Schirrmachers Thesen zu Journalismus und Internet sind kaum ein Beitrag zur europäischen Öffentlichkeit. Und Amartya Sen meint, dass jeder Mensch durch mehr definiert wird als durch seine Religion. Mehr hier[Internal]

Hangingaround/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier[Internal]   

 

 

 

 

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