Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Vormerken: 2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung !
Herausgeber und Redaktion wünschen allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr! Wir lassen im Januar wieder von uns hören.
Timothy Garton Ash, Historiker, schätzt die europäische Idee, nicht aber die Gegenüberstellung von „hard power“ und „soft power“ in der Welt der Politik: „Diese Dichotomie ist schlicht und einfach falsch. Soft power in der Definition von Joseph Nye ist Anziehungskraft, Attraktivität. Das haben wir Europäer. Aber wir haben auch eine große wirtschaftliche Macht, ebenbürtig der der Amerikaner, mindestens. Und das ist keine soft power, das ist ziemlich hart. Wir unterschätzen unsere eigene Macht maßlos. Es gibt keine politische Gemeinschaft dieser Welt, wo die Kluft zwischen potenzieller und aktueller Macht so groß ist wie bei der Europäischen Union. Wir haben viel mehr Macht, als wir glauben.“
Im Gespräch: Norbert Sievers
Die Bedeutung der Kulturpolitik wird abnehmen, wenn sie sich nicht auch als Gesellschaftspolitik versteht – in Europa und anderswo, meint Norbert Sievers (Kulturpolitische Gesellschaft): „Die Frage ist, ob in der ordnungspolitisch eng gefassten Dualität von Markt und Staat nicht jenes "Dritte" verloren geht, das in der kulturpolitischen Diskussion mit der Qualität des Öffentlichen zumindest als Anspruch immer verbunden war: die Existenz öffentlicher Räume, in denen darüber gestritten werden kann, wie wir in Zukunft leben wollen. Die kulturpolitischen Debatten sind von dieser Frage kaum noch geprägt. Sie werden auf anderen politischen Feldern thematisiert. Kulturpolitik mag deshalb als Fachpolitik weiter reüssieren können. Als Gesellschaftspolitik verliert sie an Bedeutung, wenn sie sich zu sehr um sich selbst kümmert und zum Ziel erklärt, was im gesellschaftlichen Zusammenhang eigentlich nur ein Mittel ist.“ Mehr hier
Sabine Bornemann (Cultural Contact Point Deutschland) blickt auf ein ereignisreiches EU-Jahr 2007 zurück und hofft auf 2008: „Wie immer planen wir, auch weiterhin die Nase über den berühmten Tellerrand zu strecken und den Kultursektor auch über angrenzende Themen zu informieren. Da steht im kommenden Jahr zunächst die öffentliche Anhörung zur Neustrukturierung des EU-Haushalts an – hoffentlich eine reelle Chance, auf mittlere Sicht den europäischen Kulturetat gemäß den ihm zugedachten Aufgaben auszustatten.“ Mehr hier
Skeptisches zum Jahresende. Der Boom der Kulturwirtschaft ist absehbar vorbei, das Urheberrecht bringt den meisten Künstlern wenig. „Die Vorstellung, dass die Kultur/Kreativwirtschaft kontinuierlich weiterwachsen wird, führt in die Irre“, schreiben Danielle Cliche und Andreas Wiesand in einem Diskussionspapier über Trends, Themen und Fragen der „neuen Herausforderungen“ für die Kunst/Kulturpolitik in Europa. „Ein Ende des Booms ist absehbar.“ Und „Das Wachstum der Arbeitsplätze in diesem Sektor ist zudem bei weitem nicht mehr so hoch wie in den 1990er Jahren.“ Mehr hier
Kultur und Medien gehören zu den Hauptthemen des „Europäischen Jahrs des interkulturellen Dialogs“, das für 2008 von Europaparlament und Europäischem Rat ausgerufen worden ist. Der offizielle Startschuß fällt am 7./8. Januar in Ljubljana – Slovenien hat im ersten Halbjahr die Ratspräsidentschaft inne. Mehr hier
Menschen in Europa
Liliam Thuram, in der Karibik geborener französischer Fußball-Nationalspieler, klärt über den Unterschied von „schwarzer“ und „französischer“ Identität auf, Tommi Laitio analysiert superlokale Jugendkulturen, Angela Merkel hat den "Vertrag von Lissabon" als einen „historischen Erfolg“ gewertet. Und der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho gehört neben anderen ebenso zu den „Europäischen Botschaftern für interkulturellen Dialog“ wie der slowakische Dirigent Jack Martin Händler, der rumänische Regisseur Radu Mihileanu, der slowenische Konzeptkünstler Marko Peljhan, der katalanische Gambist Jordi Savall oder der türkische Pianist Fazil Say. Außerdem hat Abulfas Garayev, Minister für Kultur und Tourismus in Azerbaijan, mitgeteilt, dass Baku 2009 Kulturhauptstadt der islamischen Länder sein wird. Mehr hier
Hangingaround/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier
Unsere Medienpartner:
Weitere Informationen unter
www.kultur-macht-europa.de
Impressum:
Herausgeber: Kulturpolitische Gesellschaft e.V. Weberstr. 59a 53113 Bonn
Tel.: 0228 / 201 67-0 - Fax: 0228 / 201 67 33
post@kupoge.de
Redaktion: Wolfgang Hippe (V.i.S.d.P.),
A.R.T Agentur für Recherche und Text
Tel. 02 21 / 54 50 48
redaktion@art-recherche.de
Newsletter abbestellen:
Wenn Sie diesen Newsletter einmal nicht mehr erhalten möchten,
klicken Sie bitte hier