Newsletter #36

05. Juni 2008

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung ! Vom 3. bis 5. September findet in Dortmund der internationale Kongress „Vielfalt verbindet/Diversity united“ statt. Er beschäftigt sich mit Erfahrungen, Konzepten und Perspektiven der „Interkulturellen Arbeit in europäischen Städten“. Mehr hier[Internal]

„Wie kommt die Ordnung in die Kunst?“, fragt der Kunsthistoriker Christian Demand, und antwortet: „Wenn sie überhaupt kommt, was nicht unbedingt selbstverständlich ist, dann durch die ethische Hintertür. Ich halte diese Antwort für grundsätzlich korrekt, sie wirft allerdings eine Zusatzfrage auf. Wenn es mit der Universalität des Ästhetischen nicht so weit her ist, wie uns die große Emanzipationserzählung der modernen Kunst in Anlehnung an Kant glauben machen will – wie kommt es dann, dass wir noch immer an das Märchen glauben? Meine Antwort wäre: weil die Kunstgeschichte – neben vielem anderen, was sie zweifellos auch noch leistet – wohltuende Ordnung in die Unübersichtlichkeit der Vergangenheit bringt. Und weil sie in der Regel dabei so geschickt vorgeht, dass der Eindruck entsteht, diese Ordnung sei nicht etwas durch das Erzählen entstanden, sondern ganz harmlos an den Phänomenen selbst abzulesen.“

In Zukunft Querschnittsaufgabe

Kulturpolitik muss endlich ein wesentlicher Teil der Politik der Europäischen Union werden, meint Helga Trüpel MdEP. Im Europa-Parlament hat sich deshalb eine interfraktionelle Gruppe zusammengefunden, die die Diskussion um die Bedeutung der Kulturpolitik im Hohen Haus vorantreiben und das Thema zu einem politischen Schwerpunkt über alle Ressorts und Arbeitsgruppen hinweg machen will: Kulturpolitik soll aus der Ecke der Fachpolitiker herausgeholt werden. Erste Aufgabe der „Intergroup für Kultur“: das Terrain für die Zeit nach den anstehenden EP-Wahlen im Jahr 2009 sondieren. Mehr hier[Internal]

Kulturagenda unterwegs

Im Rahmen der Europäischen Kulturagenda sind von der EU-Kommission drei Arbeitsplattformen vorgeschlagen worden, über die der Strukturierte Dialog zwischen Kommission, EU-Mitgliedsstaaten, Politik und Zivilgesellschaft organisiert werden soll. Während das Thema Interkultur bereits seit einiger Zeit im Rahmen der Rainbow Platform debattiert und umgesetzt wird, werden die Plattformen mit den Themen „Zugang zur Kultur“ und „Potential von Kultur und Creative Industries“ jetzt erst installiert. Die EU-Kommission hat eben die Teilnehmer für die ersten Arbeitstreffen benannt. Mehr hier[Internal]

Wie alles anfing

1958 schossen die Sowjets den ersten Sputnik in den Weltraum, die EWG gab sich eine Kommission und ein Parlament. Und sechs europäische Städte schlossen eine Ringpartnerschaft für Europa. Am 3. Juli begehen Köln (Deutschland), Lille (Frankreich), Esch-sur-Alzette (Luxemburg), Rotterdam (Niederlande), Lüttich (Belgien) und Turin (Italien) das denkwürdige Jubiläum. Sie repräsentieren auf kommunaler Ebene das einstige „Europas der Sechs“ und die folgende Entwicklung hin zur EU. Der Kulturaustausch wurde damals in der Überzeugung vereinbart, „dass die Welt nur in dem Maße wirklich menschlich sein wird, in dem die Menschen frei in freien Städten wohnen“, der Begriff „interkultureller Dialog“ war da noch nicht erfunden. Mehr hier[Internal] 

UEFA:FIFA = 6:5

Auch die EU-Kommissare Ján Figel (Kultur) und Vladimír Špidla beschäftigt in diesen Tagen der Fußball. Eine vom Weltfußballverband FIFA beschlossene neue Regel für das Spiel widerspricht geltendem EU-Recht. Nach Willen der FIFA sollen ab dem Jahr 2013 in jedem Land mindestens sechs einheimische Spieler in der Anfangsformation jedes Fußballteams auflaufen. „Einheimisch“ sind nur Kicker mit der Staatsangehörigkeit des jeweiligen Landes. Der Beruf Fußballprofi gehört in Europa wie andernorts auch zum Wirtschaftsleben und unterliegt damit den Bestimmungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit ebenso wie der Dienstleistungsfreiheit. FIFA-Chef Blatter ist bereits bei EP-Präsident Hans-Gerd Pöttering vorstellig geworden. Sein Ziel: die Gesetze in seinem Sinne ändern lassen. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Karin Priester nimmt den Wahlsieg von Silvio Berlusconi in Italien zum Anlass, sich mit den rechtsradikalen Kräften zu befassen, „die im außer- und antiparlamentarischen Vorfeld operieren“ und deren Einfluß auf die parlamentarische Rechte wohl steigen wird. Tomasz Wolek beschäftigt sich mit der „jüdischen Frage“ in Polen, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Tom Chatfield sieht den Frauenanteil unter den Games-Nutzern steigen. Thomas Speckmann lässt uns hoffen, denn seiner Ansicht nach sind Demokratien einfach nicht in der Lage, erfolgreich Angriffskriege zu führen. Und Joschka Fischer sah Venedig und dachte über das Ende von Europa nach. Mehr hier[Internal] 

Das KULTUR-Programm der EU ist nicht die einzige Möglichkeit der europäischen Kulturförderung. Da Kultur ein gesellschaftliches Querschnittsthema ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Kulturprojekte können von anderen EU-Programmen profitieren, wenn sie deren Zielen entsprechen. Schauen Sie sich um: hier und hier

Hangingaround/HeimatQuartier ist ein von der EU gefördertes europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Mehr zum Projekt hier[Internal]

 

 

 

 

 

 

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