Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung ! Vom 3. bis 5. September findet in Dortmund der internationale Kongress „Vielfalt verbindet/Diversity united“ statt. Er beschäftigt sich mit Erfahrungen, Konzepten und Perspektiven der „Interkulturellen Arbeit in europäischen Städten“. Mehr hier
8.8.08 droht ! „Das Vergnügen an Waldläufen, Radtouren oder am Federballspielen ist nicht kategorial von anderen körperlichen Betätigungen unterschieden, die ebenfalls um ihre selbst willen ausgeübt werden können, aber mit Sport gar nichts zu tun haben, wie etwa Gartenarbeit, Spazierengehen oder das Bauen von Sandburgen.“, meint der Philosoph Martin Seel: „Zwar können die genuin ästhetischen Tugenden des Sports durchaus auch beim Waldlauf oder beim geselligen Federballspielen gegeben sein; aber diesen informellen sportlichen Betätigungen eignen sich schlecht zur Explikation dieser Tugenden. Die Ästhetik des Sports sollte sich erstens am professionellen Sport, zweitens am Wettkampfsport, drittens an Sportarten mit anschaulichem Verlauf und viertens auf solchen Sport konzentrieren, bei dem über Sieg und Niederlage nicht mit Hilfe ästhetischer Kriterien entschieden wird.“
Zukunft des Internets
Im September stimmt das Europaparlament über die Zukunft des Internets ab. Gehört das Internet, wie wir es kennen, danach der Vergangenheit an? Am 22. September geht es nicht nur um die Einführung einer europäischen Aufsichtsbehörde oder einen besseren Verbraucherschutz, sondern auch um grundsätzliche Fragen. Das sog. Telekom-Paket enthält eine Reihe von Bestimmungen, die nicht nur im Parlament umstritten sind. Danach soll das Prinzip der Netzneutralität aufgegeben und die Internetprovider gezwungen werden, den Datenfluss auf seine „Gesetzmäßigkeit“ hin zu überprüfen, gegen missbräuchliche Nutzung des Netzes einzuschreiten und ggf. den Netzzugang zu sperren, ohne dass ein Gericht dergleichen anordnen muss. Eine Reihe von NGOs lehnen die angestrebte „Regulierung des Telekommarktes“ als massiven Versuch zur „Installierung einer Netzzensur“ ab: „Die Agenda, eine chinesische Internetmauer in Europa zu errichten, geht auf das Konto einiger Ultra-Copyright-Lobbyisten.“ Mehr hier
Nicht nur für Deutsche, sondern auch für „Personen mit Migrationshintergrund“ ist das Fernsehen unterhaltendes Leitmedium. Seine tägliche Reichweite ist bei beiden Gruppen ähnlich hoch, die tägliche Fernsehdauer von Personen/Menschen mit Migrationshintergrund ist mit 197 Minuten etwas geringer als bei Deutschen (220 Min.), hier wie da steigt der Fernsehkonsum mit fortschreitendem Alter. Auch das Radio gilt primär als Unterhaltungsmedium. Seine Attraktivität leidet nicht nur an der Dominanz des Fernsehens, sondern ist auch vom jeweiligen Musikgeschmack abhängig. Internet und Tageszeitungen dienen Menschen/Personen mit Migrationshintergrund dagegen vorrangig zur Information. Mehr hier
Anfang 2008 stellte Sevda Boduroglu, die Geschäftsführerin des türkischen Medienkonzerns Dogan, in einem Interview fest, dass „die türkischstämmige Jugend immer besser Deutsch beherrscht und weniger stark zu Zeitungen in türkischer Sprache greift“. In Zahlen: das deutsch-türkische Massenblatt „Hürriyet“ verzeichnet seit der Jahrtausendwende einen Auflagenverlust von einem Drittel, die Auflagen der deutschen Zeitungen und Zeitschriften gingen im gleichen Zeitraum um 20 Prozent zurück. Parallel dazu ist der Internetkonsum in Deutschland um 50 Prozent gestiegen. Die Frage, „ob Personen mit türkischem Migrationshintergrund nun in ein Informationsloch fallen, da sie weniger Printmedien nutzen oder ob das Internet sie auffängt“, beschäftigt die Kommunikationswissenschaftlerin Kathrin Kissau. Mehr hier
As the British Government seeks to make Britannia cool again, the founder of the visual music festival Optronica puts her case for supporting non-mainstream artforms. Francosie Lamy, director of the Festival: “Britain has always had a great reputation as a cultural powerhouse, particularly with respect to its music scene. Given things are not quite as cutting-edge as they once were, is there anything fresh and innovative that Britain can offer today? As well as promoting its mainstream cultural assets in music, fashion and design (as leaked plans threaten), I think Britain should give more attention to its more underground arts and subcultures, the real drivers of cultural cool. In this age of digital interconnectness, these are often a great source of inspiration and kudos worldwide, but often lack formal development or acknowledgement on home ground.” More here
Die demografische Frage lässt uns nicht los. Weltweit wird sich die Alterung der Menschheit beschleunigen, in Europa ist schon bald mehr als ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt, so aktuelle Analysen. Die Weltbevölkerung wird noch bis in die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts auf knapp neun Milliarden Menschen weiter wachsen und danach abnehmen, prognostizieren die Demografen Wolfgang Lutz, Warren Sanderson und Sergei Scherbov. Mehr hier
Das KULTUR-Programm der EU ist nicht die einzige Möglichkeit der europäischen Kulturförderung. Da Kultur ein gesellschaftliches Querschnittsthema ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Kulturprojekte können von anderen EU-Programmen profitieren, wenn sie deren Zielen entsprechen. Schauen Sie sich um: hier und hier
Hangingaround/HeimatQuartier ist ein von der EU gefördertes europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Mehr zum Projekt hier
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