Variationen zum Thema Buch
Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse haben der European Writers Congress, die European Booksellers Federation, die Federation of European Publishers und weitere Branchenverbände eine Untersuchung über den europäischen Buchmarkt ins Netz gestellt. Dabei haben erstmals alle Verbände zusammengearbeitet, die an der „Verwertungskette Buch“ beteiligt sind. Im Jahr 2004 waren in Europa rund 3,6 Millionen Titel lieferbar. Spitzenreiter bei Neuauflagen war das Vereinigte Königreich (84.000 neue Titel), gefolgt von Deutschland mit 61.000 Titeln. Abgeschlagen folgen Länder wie Frankreich, Italien und Spanien mit jeweils rund 30.000, ganz am Ende Irland mit gerade mal 995 neuen. Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn ein zentrales Ergebnis der Bestandsaufnahme liegt in der fehlenden Vergleichbarkeit europäischer Statistiken: „In fact, statistics on all the aspects of the book value chain vary from Member State to Member State in terms of metholodogy, definitions adopted, data gathered etc., making it impossible to compare them.“
So gehen die Autoren denn auch der Frage nach, was in Europa als „Buch“ gilt. Unabhängig vom faktischen Zustand (Papier oder vergleichbares Material, bedruckt, gefalzt, zwischen zwei Deckeln gebunden) scheiden sich die Geister. Die UNESCO (mindestens 49 Seiten) kämpft ebenso um die Deutungshoheit wie der Rothley Report des Europäischen Parlaments oder die International ISBN Agency. Selbst Immanuel Kants Überlegungen aus der „Metaphysik der Sitten“ werden herangezogen. Was bleibt, ist eine Analyse der Stärken und Schwächen des bedruckten Papiers. „Bücher und ähnliche Produkte leisten einen Beitrag sowohl zum Kulturellen Erbe wie zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit“, schlussfolgern die Autoren und sehen darin eine der Stärken. Die sind mit einigen Schwächen zu verrechnen. Zum Beispiel: „Bücher werden nach unterschiedlichen Kategorien subsummiert, was eine einheitliche europäische Gesetzgebung verhindert und so zu einer unterschiedlichen Behandlung und unterschiedlichen Zielsetzungen in den europäischen Staaten führt.“ Man denke nur an die Buchpreisbindung und unterschiedliche Mehrwertsteuersätze – die variieren zwischen 0 % (Irland) und 25 % (Dänemark). Die "Study on the Book Market“ finden Sie hier
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Die Kulturpolitische Gesellschaft betreibt eine neue Nationale Kontaktstelle der EU. Christine Wingert-Beckmann ist die neue Leiterin. weiterlesen![Internal link [Internal]](fileadmin/templates/images/link_int.gif)
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Unter dem Namen Europe's Finest startet der erste europaweite Cinema-on-Demand-Service für europäische Kinos. weiterlesen![Internal link [Internal]](fileadmin/templates/images/link_int.gif)
Am Ende neue Perspektiven
Auf der Konferenz „Neue Perspektiven für den Interkulturellen Dialog in Europa“ bilanzierte die EU-Kommission das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs. weiterlesen![Internal link [Internal]](fileadmin/templates/images/link_int.gif)
