Kultur macht Europa - 4. Kulturpolitischer Bundeskongress
!--TYPO3SEARCH_begin--
18.04.2007

Silver Economy

In Jahr 2050 wird ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland ein knappes Drittel mehr für Freizeit, Unterhaltung und Kultur ausgeben als im Jahr 2003, so die Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin über die „Auswirkungen des demografischen Wandels auf die private Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in Deutschland“, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wurde.

Die über 75-Jährigen werden dann deutlich mehr Geld für diese Bereiche aufwenden als bisher, die 35 – 60-Jährigen, die am stärksten in den beruflichen Alltag eingebunden sind, halten hier bei den Steigerungsraten nicht mit – ihre Ausgaben wachsen nur unterdurchschnittlich. Um etwa ein Drittel werden in dem Zeitraum ebenfalls die Ausgaben für Bildung wachsen, die für Gesundheitspflege und Wohnungsausstattung werden sich mehr als verdoppeln. Dagegen erhöhen sich die Aufwendungen für Nahrungsmittel und Energie nach der Prognose nur geringfügig. Insgesamt werden die privaten Haushalten allerdings deutlich weniger Geld für den Konsum zur Verfügung stellen. Gegenüber 2003 (= 100) sinkt der Betrag auf dem Index auf 95 in 2050. Der Rückgang ist u.a. den sinkenden Bevölkerungszahlen geschuldet.

Ältere Menschen über 60 Jahren repräsentieren derzeit rund 316 Milliarden Euro Kaufkraft jährlich und tragen damit etwa ein Drittel der Gesamtausgaben für den privaten Konsum. Ihre Finanzkraft wird bis 2050 auf etwa 386 Milliarden anwachsen, was dann mehr als 41 % der Gesamtausgaben ausmacht. „Die ältere Generation ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, konstatiert denn auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen: „Bei Angeboten für mehr Komfort und Lebensqualität für Ältere besteht ein großes wirtschaftliches Potenzial, das angesichts der demografischen Entwicklung weltweit weiter an Bedeutung gewinnen wird.“

Die Bedeutung der Älteren für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa war auch das Thema eines Kongresses, der von BMFSFJ und EU-Kommission organisiert wurde. Derzeit leben in der EU rund 500 Millionen Menschen. In den nächsten Jahrzehnten wird diese Zahl absehbar sinken und sich das Durchschnittsalter erhöhen. Die Zahl der über 80-Jährigen wird sich verdreifachen, die Altersgruppe der Europäer zwischen 15 und 65 deutlich zurückgehen. Der Geburtenrückgang wird durch die Migration nicht auszugleichen sein, im Ergebnis werden die Gesellschaften in der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten schrumpfen. In den zukünftigen Gesellschaften sind neue Formen des Miteinanders gefragt, die mit den herkömmlichen Schemata der Industriegesellschaft nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Ministerin von der Leyen: „Die drei starren Blöcke: Ausbildung, Beruf oder Familie, dann Rente wird und kann es so nicht mehr geben. Es wird Arbeitszeiten geben, Vaterzeiten und Mutterzeiten, Pflegezeiten und Weiterbildungszeiten. Alle diese werden sich in Zukunft bis ins hohe Alter abwechseln.“ EU-Beschäftigungskommissar Vladimír Špidla kündigte zudem an, man wolle über die Strukturfonds, darunter der mit 70 Milliarden Euro ausgestattete Europäische Sozialfonds, Gelder für Initiativen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene bereitstellen, um dem demografischen Wandel positiv zu begegnen. Das wird nicht ohne Auswirkungen auch auf die Bereiche Freizeit, Unterhaltung und Kultur zu haben sein. Die ganze Studie dazu  hier

Das Grünbuch der EU-Kommission „Angesichts des demografischen Wandels – eine neue Solidarität zwischen den Generationen“ finden Sie hier

 


!--TYPO3SEARCH_end--
!--TYPO3SEARCH_begin-- !--TYPO3SEARCH_end--
!--TYPO3SEARCH_begin--!--TYPO3SEARCH_end--
!--TYPO3SEARCH_begin--
18.12.2008

Visionär – kreativ – innovativ

Kreativität und Innovation stehen im Mittelpunkt der EU-Kampagne für das Jahr 2009. Kreative und innovative Ansätze sollen in verschiedenen Bereichen menschlichen Handelns gefördert werden. weiterlesen[Internal]


 

06.12.2008

Gibt es so etwas wie Roma-Kunst?

Die gesellschaftliche Diskriminierung der Roma spiegelt sich auch in vielen Kunstwerken, die „Zigeuner“ darstellen. Tímea Junghaus, Biennale-Kuratorin in Venedig, fragt nach der Kunst der Roma selbst. weiterlesen[Internal]


 

01.12.2008

Europa für Bürgerinnen und Bürger

Die Kulturpolitische Gesellschaft betreibt eine neue Nationale Kontaktstelle der EU. Christine Wingert-Beckmann ist die neue Leiterin. weiterlesen[Internal]


 

30.11.2008

Europas Beste

Unter dem Namen Europe's Finest startet der erste europaweite Cinema-on-Demand-Service für europäische Kinos. weiterlesen[Internal]


 

20.11.2008

Am Ende neue Perspektiven

Auf der Konferenz „Neue Perspektiven für den Interkulturellen Dialog in Europa“ bilanzierte die EU-Kommission das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs. weiterlesen[Internal]


 

1 bis 5 von 201

1

2

3

4

5

6

7

vor >

!--TYPO3SEARCH_end--